(3) Der Neubeginn

Besser als der damalige Kommandant, Emmerich Kipp, kann es wohl keiner beschreiben. Er hielt das Jahr 1945 mit einigen Zeilen als persönliche Erinnerung fest.
In seinen Aufzeichnungen stand geschrieben: „Als im Jahr 1945 der grausame Krieg zu Ende war, war auch zugleich das Ende unserer Wehr besiegelt. Das Tor des Gerätehauses in Perschling stand offen und darin befand sich nichts als ein paar alte Feuerwehr
schläuche.
Als die Gemeinde neu bestellt wurde, ersuchte mich der Bürgermeister, Anton Buchinger, dass ich mithelfen möchte, eine Feuerwehr neu entstehen zu lassen. Ich lehnte dieses Ersuchen nicht ab. Es fanden sich auch mehrere Kameraden, die mich mit dem Kommando betrauten. Und zwar war dies ein ehemaliger Unteroffizier der Deutschen Wehrmacht, Franz Fohringer, der mich besonders unterstützte und dem ich später zu großem Dank verpflichtet war.
Nun begann die Neuausrüstung. Vorerst musste ein Aggregat samt Schläuchen angeschafft werden. Um die Kosten bestreiten zu können, war eine Weizensammlung durchgeführt worden. Eine weitere Schwierigkeit bestand in der Neuuniformierung.

Im Jahr 1948 konnte eine Sirene und ein gebrauchtes amerikanisches Militärfahrzeug (Marke DODGE, Baujahr 1941) als Mannschaftswagen angekauft werden. Ein Anhänger für die Löschgeräte wurde ebenfalls erstanden.“

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