Dienstag, 16. Juli 2019
Notruf: 122

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Perschling

Ein Volk ohne Kenntnis seiner Geschichte, seines Ursprungs und seiner Kultur ist wie ein Baum ohne Wurzeln (Zitat: Marcus Mosiah Garvey)

In diesem Teil der Homepage werden wir unsere Geschichte beleuchten und weiter aufarbeiten. Geschichte muss lebendig bleiben und so werden wir in regelmäßigen Abständen Einblick in unsere Geschichte geben.

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(1) Der Beginn der Freiwilligen Feuerwehr Perschling

Brände und Hochwasserkatastrophen waren in Perschling seit jeher ein gegenwärtiges Thema. So brach beispielsweise im Jahr 1817 ein Brand in der Pfarrkirche Weißenkirchen aus, bei dem diese fast vollständig zerstört wurde. Der Gottesdienst wurde damals vorübergehend in der Filialkirche in Haselbach abgehalten. Brände und Hochwasserkatastrophen waren es aber auch, was einige couragierte Männer veranlasste eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. So kam es schließlich am 8. September 1895 dazu, dass unter dem ersten Kommandant unserer Wehr, Ferdinand Wurlitzer, gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern Josef Musser, Leopold Mann und Franz Baumgartner der Entschluss gefasst wurde, eine Feuerwehr zu gründen. Unmittelbar nach der Neugründung fanden sich weitere 17 Kameraden, die von nun an Feuerwehrmänner waren.

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(2) Bau des Feuerwehrhauses

Im Jahr 1897 wurde schließlich mit dem Bau eines Gerätehauses begonnen.
Das Grundstück hierzu wurde bereits im Gründungsjahr vom damaligen Besitzer Ferdinand Gastegger, im Ausmaß von13 Klafter (ca. 47 Quadratmeter), erworben. Vorfinanziert wurde der Kauf von den Gründungsmitgliedern: Baumgartner, Musser und Wurlitzer.
Kaiser Franz Joseph spendete zu diesem Zweck ebenfalls 150 Gulden aus der Staatskasse. Dieses Gerätehaus war damals das einzige Feuerwehrhaus in Niederösterreich, das im Alleinbesitz der Feuerwehr war. Alle anderen Feuerwehrhäuser standen auf Gemeindegrundstücken.
Der Gesamtbau kostete damals stattliche 400 Gulden.

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(3) Der Neubeginn

Besser als der damalige Kommandant, Emmerich Kipp, kann es wohl keiner beschreiben. Er hielt das Jahr 1945 mit einigen Zeilen als persönliche Erinnerung fest.
In seinen Aufzeichnungen stand geschrieben: „Als im Jahr 1945 der grausame Krieg zu Ende war, war auch zugleich das Ende unserer Wehr besiegelt. Das Tor des Gerätehauses in Perschling stand offen und darin befand sich nichts als ein paar alte Feuerwehr
schläuche.
Als die Gemeinde neu bestellt wurde, ersuchte mich der Bürgermeister, Anton Buchinger, dass ich mithelfen möchte, eine Feuerwehr neu entstehen zu lassen. Ich lehnte dieses Ersuchen nicht ab. Es fanden sich auch mehrere Kameraden, die mich mit dem Kommando betrauten. Und zwar war dies ein ehemaliger Unteroffizier der Deutschen Wehrmacht, Franz Fohringer, der mich besonders unterstützte und dem ich später zu großem Dank verpflichtet war.
Nun begann die Neuausrüstung. Vorerst musste ein Aggregat samt Schläuchen angeschafft werden. Um die Kosten bestreiten zu können, war eine Weizensammlung durchgeführt worden. Eine weitere Schwierigkeit bestand in der Neuuniformierung.

Im Jahr 1948 konnte eine Sirene und ein gebrauchtes amerikanisches Militärfahrzeug (Marke DODGE, Baujahr 1941) als Mannschaftswagen angekauft werden. Ein Anhänger für die Löschgeräte wurde ebenfalls erstanden.“

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